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Verantwortlicher Umgang mit Sexualität

Sexualität gehört zum Leben. Sie ist eine starke Kraft. Sie kann beglückend sein, aber auch zerstörerisch. In allen Kulturen ist die Ausübung der Sexualität daher Normen unterworfen. Das setzt voraus, dass der Mensch zu einer Kontrolle und Steuerung seines Sexualtriebes fähig ist. Menschliche Sexualität ist kein reines Instinktverhalten.

Die katholische Sexualethik hält die drei Aspekte der Sexualität zusammen: Fortpflanzung, Ausdruck von Liebe und Lustgewinn. Gerät einer dieser Aspekte zu sehr in den Vordergrund, so gerät die ganze Sexualität in eine Schieflage. Sie wird einseitig. Die volle Sexualität gehört daher in die feste Partnerbindung der Ehe und darf die Fortpflanzung auf Dauer nicht ausschließen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich in der Gesellschaft die Sichtweise der Sexualität stark verändert. Empfängnisverhütung und eine Vielfalt von Partnerschaftsformen bis hin zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sind breit akzeptiert. Damit erscheint vielen die katholische Bindung der Sexualität an die Ehe und die Fortpflanzung weithin nicht mehr plausibel.