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Zölibat

Katholische Priester sind nicht verheiratet. Sie versprechen bei der Weihe, im Zölibat (von lateinisch caelebs: allein, unverheiratet lebend) zu leben.

Jesus selbst spricht von der Ehelosigkeit „um des Himmelreiches willen“ (Mt 19,12). Er beruft Apostel, die daraufhin ihre Familien verlassen. Für die besonders Berufenen ist das kommende Himmelreich so faszinierend, dass es das einzige zentrale Thema ihres Lebens wird. Daneben können sie die Verantwortung für eine Familie nicht mehr übernehmen (wie manchmal auch Wissenschaftler und Künstler so fasziniert von einem Projekt sein können, dass sie keine Familie haben).

Obwohl der Zölibat erst im 11. Jahrhundert endgültig zum Kirchengesetz wurde, hat die Kirche schon lange zuvor die Ehelosigkeit als Lebensform der Priester bevorzugt.

Heute wird oft eine Lockerung des Zölibats gefordert, um dem Priestermangel entgegen zu wirken. Zudem stellen manche die Frage, ob das lebenslange Versprechen des Verzichts auf Ehe und Sexualität nicht zur Überforderung führt, so dass die Forderung dieses Versprechens letztlich unmenschlich ist.