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Wiederverheiratete Geschiedene

Wer katholisch heiratet, gibt seiner Braut / seinem Bräutigam das feierlich Versprechen: „Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.“ Dieses Versprechen kann nicht nachträglich zurück genommen werden. Weil es vor Gott gegeben ist, kann auch die Kirche nicht davon befreien. In der katholischen Kirche ist darum eine Ehescheidung nicht möglich.

Auch Jesus sagt: „Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; auch wer eine Frau heiratet, die von ihrem Mann aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch“ (Lk 16,18).

Wenn verheiratete Katholiken sich trennen und standesamtlich einen anderen Partner / eine andere Partnerin heiraten, ist dies daher für die Kirche keine Ehe. Wiederverheiratete Geschiedene leben in einem „objektivem Widerspruch“ zu ihrem Eheversprechen. Wie auch andere, die ein fundamentales Gebot Jesu verletzten, können sie an der Gemeinschaft mit ihm in der Hl. Kommunion nicht teilnehmen.

Allerdings sind wiederverheiratete Geschiedene nicht aus der Kirche ausgeschlossen.

Heute wird oft gefragt, ob es nicht gewichtige persönliche Gründe für Scheidung und Wiederheirat geben kann (etwa die Sorge für die Kinder), die die Kirche anerkennen sollte. Nach einem Scheitern sollte ein Neuanfang möglich sein.